Pflegeversicherung

Pflege – ein leider verdrängtes Thema

Zum Pflegefall zu werden, spielt in den Überlegungen vieler Menschen und folglich in deren Vorsorgekonzepten leider noch immer kaum eine Rolle. Und wenn doch darüber gesprochen wird, wird dieses Risiko ausschließlich als Problem älterer Menschen betrachtet.

Zum Pflegefall zu werden, ist aber bei weitem nicht nur ein Thema älterer Menschen. Unfälle oder schwere Erkrankungen führen auch in jüngeren Jahren dazu, dass man zum Pflegefall wird. Im Jahre 2020 gab es bereits über 4,3 Millionen Menschen, die Leistungen aus der gesetzlichen Pflege-Pflicht-Versicherung bezogen haben. Bis 2050 wird deren Zahl nach Berechnungen des Bundesgesundheitsministeriums auf 6,5 Millionen ansteigen.

Leistungsempfänger der staatlichen Pflege-Versicherung
Abbildung: Leistungsempfänger der staatlichen Pflege-Versicherung – eigene Darstellung (PCWD)

Eins ist bereits heute klar: Gute Pflege durch qualifiziertes Personal ist teuer und aus den Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung sind die damit verbundenen Kosten bei weitem nicht zu begleichen.

Umfangreiche Informationen zur Pflege-Pflicht-Versicherung finden Sie in den hier abrufbaren Broschüren.

Durchschnittlich betragen die nach Abzug der Leistungen aus der Pflege-Pflicht-Versicherung verbleibenden Kosten für eine vollstationäre Pflege in einem Pflegeheim im Bundesdurchschnitt ca. 2.179 EUR.

Die gesetzliche Pflegepflicht-Versicherung ist folglich nur eine Teilkasko-Absicherung, die durch private Zusatzversicherungen ergänzt werden sollte.

Neben dem Kostenrisiko sollte nicht unberücksichtigt bleiben, dass insbesondere bei schwersten Erkrankungen fachliches Know-how erforderlich ist, über das Angehörige in der Regel nicht verfügen. Wenn sich Angehörige doch der Pflege verschreiben, führt dies oft auch zu erheblichen körperlichen und psychischen Belastungen, die meist über viele Jahre getragen werden müssen.

Machen Sie deshalb hier Ihren persönlichen Pflegecheck und erfahren Sie mehr über

  • Ihr persönliches Pflegerisiko
  • zu erwartenden Pflegekosten und
  • individuelle Absicherungsmöglichkeiten

Zum Pflegecheck

Durchschnittlicher monatlicher Eigenanteil an den Pflegeheimkosten
Abbildung: Durchschnittlicher monatlicher Eigenanteil an den Pflegeheimkosten – eigene Darstellung (PCWD)

Unter Berücksichtigung der vorangegangenen Ausführungen gewinnen Produkte zur Absicherung des Pflegerisikos weiter an Bedeutung.

Die notwendige Ergänzung der gesetzlichen Pflegeversicherung bieten:

die wir Ihnen hier vorstellen.

Pflege-Renten-Versicherung

Derartige Produkte werden von Lebensversicherungsgesellschaften angeboten. Diese gibt es als reine Risikoabsicherungen oder als Zusatzbaustein oder -option in Kombination mit Altersvorsorgeprodukten oder der Arbeitskraftabsicherung.

reine Pflege-Renten-Versicherungen

Typische Merkmale dieser Produkte sind z.B.

  • dauerhaft stabile Beiträge,
  • der Verzicht auf Beitragszahlungen im Pflegefall sowie
  • auf ältere Menschen angepasste Höchsteintrittsalter.

Kombination von Altersvorsorge und Berufsunfähigkeits-Absicherung und Pflegeabsicherung

Neben reinen Pflege-Renten-Versicherungen werden heute auch Renten-Versicherungs-Tarife mit Pflegeoption angeboten. Damit werden Altersvorsorge und Pflegeabsicherung ideal miteinander kombiniert und die Vorsorge optimiert.

Auch bei der Arbeitskraftabsicherung über eine Berufsunfähigkeits-Absicherung kann es Leistungen im Pflegefall geben. Verfügbar sind auch Kombiprodukte die z.T. auch lebenslange Leistungen bei Pflegebedürftigkeit vorsehen.

Welche Lösungen am besten für die individuelle Situation passen lässt sich am besten mit dem Know-how der PsyCura-Expertinnen und -Experten ermitteln.

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Fordern Sie jetzt Ihre persönliche Risikoanalyse und Versicherungsvorschlag an. Wir benötigen dazu lediglich einige Informationen.

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Private Pflege-Kranken-Versicherung

Private Krankenversicherer bieten Zusatzversicherungen als

  • Pflege-Kosten-Versicherung
    und
  • Pflege-Tagegeld-Versicherung

an.

Ein Nachteil dieser Policen ist die ungewisse Höhe der zu zahlenden Beiträge, denn Krankenversicherer können die Beiträge anpassen.

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KriteriumPflege-RentePflege-TagegeldPflege-Kosten
AnbieterLebensversichererPrivate KrankenversichererPrivate Krankenversicherer
Leistung ab Eintritt der Pflegebedürftigkeitmonatliche Rente (ggfs. lebenslang)Zahlung eines festen TagessatzesErstattung der nicht durch die Pflege-Pflicht-Versicherung übernommenen tatsächlich angefallenen Kosten
Freie Verwendung der LeistungenJaJameist nur zweckgebunden und Kostennachweis erforderlich
BeitragsstabilitätStabile Beiträge über gesamte LaufzeitBeitragsanpassungen möglich/wahrscheinlichBeitragsanpassungen möglich/wahrscheinlich
Beitragszahlung • laufend
• abgekürzt
• einmalig
nur laufendnur laufend
Beitragszahlung im Leistungsfallentfällt • meist weiterhin erforderlich
• Befreiung ggfs. ab Pflegestufe III möglich
meist weiterhin erforderlich
Abschluss möglich bis Alter80 (abhängig vom Anbieter)meist max. 65meist max. 65
Gesundheitsprüfung erforderlichJaJaJa
Ermittlung „Pflegefall“ • nach SGB (gesetzliche Pflegestufen)
• Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL) mit sechs Merkmalen
nur gemäß SGB-Einstufung in den gesetzlichen Pflegestufennur gemäß SGB-Einstufung in den gesetzlichen Pflegestufen
Beitragsfreistellungmöglich – Reduzierung der Leistungnicht möglichnicht möglich
Todesfall-Leistungmöglich – bei entsprechendem Tarif/EinschlussNeinNein
Leistung der Pflege-Pflicht-Versicherung notwendigNeinNeinJa
Beitragsrückerstattung bei Kündigung (Rückkaufswert)JaNeinNein
Anpassungsmöglichkeit bei SGB-Änderungen (Pflege-Pflicht-Versicherung)JaJaJa

* Die Aussagen beziehen sich auf übliche Regelungen im Markt. Details regeln die jeweiligen Versicherungsbedingungen. Die Produkte der einzelnen Anbieter können sich dabei deutlich unterscheiden.

Staatlich geförderte Pflegefall-Absicherung

Auf Grund des wachsenden Pflegefall-Risikos fördert der Staat die Vorsorge der Bürger für den Pflegefall. Die Produkte werden häufig auch unter dem Begriff Pflege-Bahr angeboten.

Vorteile

  • keine Gesundheitsfragen bei Antragstellung
  • Förderung in Höhe von 5 EUR monatlich durch den Staat

Nachteile

  • Absicherungshöhe nicht frei wählbar
  • Wartezeit 5 Jahre
  • Beitragserhöhungen möglich/sehr wahrscheinlich
  • Keine Beitragsbefreiung im Leistungsfall

Unser Tipp: Obwohl die Leistungen im Pflegefall oft keine ausreichende Absicherung bieten, sollte die staatliche Förderung genutzt werden, um die eigene Absicherung zu verbessern.

In Kombination mit anderen Pflege-Zusatz-Versicherungen kann eine bedarfsgerechte Absicherung erreicht werden.

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